Plastifizierung von Aluminium

Plastifizierung ist heute die gebräuchlichste Methode zum Schutz von Metallen und Aluminium. Der gesamte Prozess läuft in mehreren Schritten ab.
Zunächst wird die Oberfläche des Aluminiums durch Eintauchen in Natriumhydroxid entfettet. Danach wird die sogenannte Primerdicke von 0,5 bis 1,5 Mikrometer.

 

Diese Ebene hat zwei grundlegende Aufgaben:
– um die Bindung zwischen Aluminium und der organischen Schicht zu erhöhen, dh. Farben.
– zur Reduzierung der sogenannten fadenförmige Korrosion

 

Eine fadenförmige Korrosion tritt aufgrund einer schlecht vorbereiteten Oberfläche auf, wie z. B. einer faltigen oder sogenannten Oberfläche. Orangenschale neigt zur Ablösung von der Aluminiumoberfläche.
In der nächsten Phase wird ein positiv geladenes Farbpulver aufgetragen. Die Profile, die wir plastifizieren, sind gegenbelastet, damit das Pulver und die Oberfläche, auf die das Pulver aufgetragen wird, fest haften.
Die so bestäubten Stücke werden in spezielle Öfen gegeben, die auf eine bestimmte Temperatur erhitzt werden. Das Erhitzen führt zum Schmelzen und zur Polymerisation der Pulvermoleküle mit einer Plastifizierungsschicht von 50 bis 70 Mikrometer Dicke.
Für Innenelemente werden Epoxid-Lacke verwendet und für Außenelemente auf Polyesterbasis, die gegenüber ultravioletten Strahlen wesentlich widerstandsfähiger sind.
Die Wahl des Plastifizierungstons erfolgt nach der RAL-Tabelle. Schäden an der plastifizierten Oberfläche werden durch Sprays oder Pulver, die in einem Nitroverdünnungsmittel gelöst sind, erfolgreich behoben.

Eloxage

Das Eloxieren ist eine beliebte Bezeichnung für den Oberflächenschutz von Aluminium vor Korrosion. Das Verfahren basiert auf der elektrochemischen Methode der anodischen Oxidation. Dabei wird Aluminium mit einer einzigen dünnen Oxidschicht (ca. 1 Mikrometer dick) beschichtet, um es vor weiterer Oxidation zu schützen. Diese Dicke der Schicht ist jedoch nicht dick genug und ästhetisch nicht akzeptabel, so dass das Aluminiumprofil einer Phasenoxidationsbehandlung unterzogen wird, bei der die Dicke der Schutzschicht auf 12 bis 30 Mikrometer zunimmt. Dieser Vorgang wird in speziellen Anlagen durchgeführt, in denen die Wannen nebeneinander mit einer Tiefe von 6 x 1 m und 2,5 m aufgestellt werden. Die Wannen sind mit Chemikalien gefüllt, die nacheinander am Anodisierungsprozess teilnehmen. Zwischen jeder Wanne befindet sich Spülwasser. Das System ist mit Manipulationskränen ausgestattet, an die die Profile gehängt werden.

Anodisierungsprozess:
– Mechanische Vorbereitung durch Bürsten von Profilen, Geräten mit Rundbürsten aus dünnen Drähten aus Edelstahl.
– Entfetten von Waschmitteln bei Temp. von 65-75 ° C für 10 min.
– Entfetten in Mineralsoda bei Temp. von 40-60 ° C für 5 min.
– Neutralisation in Salpetersäure.
– Anodisierung in Schwefelsäure bei Temp. von 18 ° C für 50 min.
– Einfärben in Eloxalflüssigkeit – Dieser Vorgang wird übersprungen, wenn die anodisierte Farbe in natürlichem Aluminium erforderlich ist.
– Porenverschluss durch Schalldämpfung – kalt und warm, ca. 3 min.

Das Bürsten entfernt die natürlichen Oxide, entfettet und erodiert die Poren, und das Anodisieren erzeugt eine dünne Schicht aus Aluminiumoxid entsprechend der Porenkonfiguration. Wenn eine Färbung erforderlich ist, wird etwas Metall auf dem Porenboden abgelagert. Die letzte Phase ist die Stillegung, die die Poren vollständig schließt.
Die Anodisierung erfolgt in einem Elektrolyten, der aus in Wasser gelöster Schwefelsäure besteht. In diesem Stadium wird ein Gleichstrom an das Aluminium angelegt, so dass das Aluminium eine positive Elektrode und die negative Elektrode ein anderes geeignetes Metall ist. Durch den Stromdurchgang beginnt sich Schwefelsäure zu zersetzen. Die Qualität der Anodenschicht hängt von der Qualität der Elektrolytkonzentration, der Temperatur und der Stromstärke von Al99,5-Aluminium (AlMgSi 0,5-Legierungen, AlMg1, AlMg3) ab. Die Steuerung dieser Parameter wird durch Computer und Impulsgleichrichter überwacht. Wenn die richtige Schichtdicke erreicht ist, schaltet der Gleichrichter automatisch ab und die Daten werden aufgezeichnet und die Qualität der anodisierten Charge bestimmt. Die Oberflächenschicht wird in eine glasartige kristalline Beschichtung umgewandelt. Die empfohlene Dicke für Aluminiumprofile für Fenster und Türen beträgt 20 Mikrometer, dünnere Schichten sind nicht ausreichend verschleißfest, dickere Schichten reißen beim Biegen von Profilen. Die Eloxaltöne reichen von natürlichem Aluminium über Bronze bis hin zu Schwarz. Es ist möglich, in Goldtönen zu färben, aber es ist weniger beständig. Spezielle Verfahren ermöglichen die Erzeugung von Blau-, Rot- und Grüntönen, werden jedoch aufgrund der hohen Kosten nur selten eingesetzt. Die Einfärbung erfolgt mit anorganischen Pigmenten auf Kobalt- und Manganbasis. Die Wahl des Eloxaltons erfolgt nach dem Ton der Herstellerkarte in 6 Farbtönen. Eloxiertes Aluminium ist sehr säurebeständig, aber alkalibeständig. Es sollte besonders darauf geachtet werden, dass kein anodisiertes Profil auf der Oberfläche verbleibt, z. Kalk zum Streichen von Wänden, da Schäden unvermeidlich sind. Eloxalschäden sind extrem schwer zu beseitigen und können mit speziellen Eloxal-Sprays repariert werden. Die Qualität der Eloxalschicht wird in autorisierten Labors geprüft, die die erforderlichen Zertifikate und Zertifikate ausstellen.

Aluminium verzieren

Metalldekorationen im DECORAL-Verfahren werden durch Sublimation der Farbe aus einer Spezialfolie in eine zuvor in der Plastifizieranlage auf das Material aufgebrachte Polyurethan-Plastifizierschicht unter Einhaltung aller Plastifizierungsstandards hinsichtlich Materialvorbehandlung, Kunststoffauftrag und Pulverpolymerisation erreicht. Die Sublimation der Tinte von der Folie auf den Kunststoff erfolgt in einem Ofen zur Dekoration bei einer Temperatur von 190-200 ° C. Die Dekorfolie muss vollständig am Material haften, was durch Vakuumansaugung von Luft zwischen Metall und Folie erreicht wird. Dadurch können alle sichtbaren Oberflächen des Materials gleichzeitig dekoriert werden. Dekorative Muster imitieren verschiedene Holzarten (Eiche, Buche, Walnuss, Kiefer, Mahagoni, Teakholz usw.), Stein (Marmor, Granit) und verschiedene abstrakte Muster. Untersuchungen, Labortests und ständige Inspektionen garantieren nicht nur die visuelle Plausibilität der Proben, sondern auch maximale Beständigkeit und Wetterbeständigkeit sowie mechanische Schäden an ebenen oder gekrümmten Oberflächen. In dieser Hinsicht haben DECORAL-Pulver zur Plastifizierung und Folie zur Dekoration relevante internationale Zertifikate (QUALICOAT, GSB, RINA usw.). Auf diese Weise verarbeitete Metallprodukte erweitern den Anwendungsbereich des Metalls von Bauschlossern und Tischlern über die Möbelindustrie bis hin zu Alltagsgegenständen usw. und das einzige einschränkende Element ist ihre eigene Vorstellungskraft.